Vor einigen Jahren sagte und schrieb man, die Welt sei zu einem Dorf geworden
Jetzt ist ein anderes Schlagwort in Mode gekommen: «Der Krieg der Zivilisationen».
Es ist ein unheilvolles Klischeebild, aber es geistert nun einmal durch die Welt. Kann man etwas unternehmen, dass aus diesem Schlagwort nicht Wirklichkeit wird? Ja, man kann sich im interkulturellen Dialog engagieren. Das ist das vorrangige Ziel der Internationalen Kulturbrücke. Wir wollen durch kulturelle Veranstaltungen helfen, Brücken zwischen den Kulturen, zwischen Zivilisationen zu bauen mit Lesungen, Darbietungen, auch mit Vorträgen, Diskussionsrunden und allenfalls mit Ausstellungen von Bildern, Zeichnungen, Fotos usw.
Eine solche Brücke zu schlagen, ist heute notwendiger denn je. In der Schweiz, aber auch in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern leben wachsende Minderheiten von Menschen aus anderen Kulturräumen und anderen Zivilisationen. Sie kennen zu lernen, sich mit ihnen auseinander zu setzen, kann eine Bereicherung für uns und für die anderen bedeuten.
Wir meinen aber auch, dass Begegnung und Auseinandersetzung aufgrund gesellschaftlicher Überlegung eine Notwendigkeit ist. Wenn wir uns gegenseitig ausgrenzen, entstehen Feindbilder. Setzt man ihnen nichts entgegen, könnte das eingangs erwähnte Schlagwort vom «Krieg der Zivilisationen» eines Tages doch noch schreckliche Realität werden. Dass es nicht so weit kommt, dafür engagiert sich die «Internationale Kulturbrücke».
Erich Gysling
Ehrenpräsident

